Souverän durch den Urbanen Lebensraum

Das Stadtleben ist für viele Leute sehr attraktiv. Aber es ist auch verbunden mit Eile, Lärm und Gedränge. Für einen Hund bedeutet dies, dass er behutsam an die turbulente Umwelt gewöhnt werden sollte. Wir erklären, was Hundehalter dabei beachten sollten.

Sollte mein Hund in die Hundeschule?

Corona hat auf der einen Seite dazu geführt, dass nochmals deutlich mehr Hunde in deutschen Haushalten leben. Auf der anderen Seite ist die Pandemie aufgrund von Lockdowns in Hundeschulen dafür verantwortlich, dass die soziale Kompetenz von einigen Hunden nur unzureichend erlernt werden konnte. Denn je seltener sie auf Artgenossen treffen, umso schwieriger wird die Situation. Irgendwann kann der Hund nicht mehr von der Leine gelassen oder muss ständig hochgenommen werden, weil er mit keinem anderen Artgenossen klarkommt. Um dies zu vermeiden, empfiehlt sich bei jedem felligen Neuzugang der regelmäßige Besuch einer Welpen- bzw. Junghundespielstunde. Zu beachten ist jedoch, dass die Gruppe möglichst homogen aufgebaut ist. Ein neun Wochen alter Chihuahua sollte nicht mit einem ungestümen 14 Wochen alten Labrador zusammengebracht werden.

Alltag mit Stadthund

Sollten Sie als Halter in einer ländlichen Gegend einen Garten besitzen, haben Sie es einfach: Sobald der Hund unruhig wird, können Sie ihn rauslassen. In einer Stadtwohnung geht dies nicht. Hier muss der Tag besser strukturiert werden. Idealerweise besteht er aus mindestens zwei Gassirunden und einem großen Spaziergang. Jedes Mal heißt es dann anziehen, den Hund mit allen benötigten Utensilien ausstatten und losgehen oder vielleicht sogar ein Stück fahren. Dieser Aufwand sollte einem vor der Anschaffung eines Hundes ebenso bewusst sein wie der weitere Tagesablauf. In einer Wohnung gibt es deutlich weniger Reize als in einem Haus mit Garten. Intelligenzspielzeug vertreibt ebenso die Langeweile wie gemeinsame Beschäftigung. Doch was tun, wenn der Vierbeiner täglich mehrere Stunden allein bleiben muss? Bis zu einem gewissen Grad kann dies mit entsprechendem Training umgesetzt werden, aber vielleicht besteht ja auch die Möglichkeit, den Hund mit auf die Arbeit zu nehmen. Eine Überlegung ist dies wert, genauso wie die Inanspruchnahme eines professionellen Gassigehers. Während diese auf dem Land eher selten sind, wird dieser Service in vielen Städten angeboten. Gemeinsam mit anderen Artgenossen können die Hunde einen schönen Ausflug genießen, bevor sie wieder brav zu Hause abgeliefert werden.

Wenn das Landei in die Stadt zieht

Wer in der Stadt wohnt und einen Welpen erhält, der bereits in städtischer Umgebung aufgewachsen ist, hat beste Voraussetzungen, dass der Hund zu einem souveränen Begleiter wird. Anders sieht dies aus, wenn Frauchen und Herrchen beispielsweise aus beruflichen Gründen plötzlich in die Stadt ziehen müssen. Dies bedeutet für einen Hund eine große Umstellung, derer man sich bewusst sein sollte. Wenn er weder Trubel noch eine konsequente Erziehung gewöhnt war, könnte er schnell überfordert und gestresst sein. In diesem Fall sollte man auch bei einem älteren Hund so vorgehen, wie es üblicherweise bei einem Welpen der Fall ist. Er sollte langsam herangeführt werden und Stück für Stück immer wieder etwas Neueskennenlernen: heute die erste Fahrt mit der Straßenbahn, das nächste Mal ein Stadtbummel und dann ein Ausflug auf eine gut besuchte Hundewiese.

Was gibt es rechtlich zu beachten?

§ Wer zur Miete wohnt, benötigt zur Hundehaltung eine Erlaubnis

§ Hunde müssen innerhalb von vier Wochen bei der Stadt angemeldet werden

§ Von seltenen Ausnahmen abgesehen, muss jeder Halter Hundesteuer zahlen

§ Achten Sie auf Hundeverbote in Geschäften oder Leinenpflicht in bestimmten Zonen

§ Für Listenhunde („Kampfhunde“) gelten oft besondere Verordnungen

§ Auch wenn sie nicht in jedem Bundesland vorgeschrieben ist, empfiehlt sich eine Hundehaftpflichtversicherung

§ In Hamburg und Niedersachsen ist die Anmeldung in einem Hunderegister verpflichtend

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Aus: freunde-Magazin 01/2022 - Autor: Thomas Brodmann