Miniteich anlegen

Einen Miniteich anlegen: So geht`s

Wenn Sie in Ihrem Garten, auf Ihrer Terrasse oder auch auf dem Balkon keinen Platz für einen Gartenteich haben, aber trotzdem nicht auf den Anblick von Wasser verzichten möchten, bietet es sich an, einen Miniteich anzulegen. Ein Miniteich ist schnell gebaut, braucht kaum Fläche und lässt Sie im Handumdrehen die beruhigende Wirkung des Wassers im Garten oder auf dem Balkon genießen. Erfahren Sie hier, wie Sie beim Anlegen eines Miniteichs vorgehen.


Inhalt:

Das benötigen Sie für den Bau Ihres Miniteichs

Schritt 1: Geeignetes Behältnis auswählen

Schritt 2: Behälter vorbereiten

Schritt 3: Standort für den Miniteich auswählen

Schritt 4: Miniteich befüllen

Schritt 5: Teich bepflanzen

Schritt 6: Dekoration

Schritt 7: Wasser nachfüllen

Schritt 8: Tiere für den Miniteich


Das benötigen Sie für den Bau Ihres Miniteichs:

  • Ein Gefäß beziehungsweise einen Behälter für den Miniteich: ein Weinfass, ein Holzfass, eine Zinkwanne oder einen geeigneten Korb
  • Teichfolie
  • Doppelseitiges Klebeband
  • Backsteine
  • Kies
  • Pflanzkörbe
  • Vlies
  • Teicherde
  • Wasserpflanzen
  • Ggf. Tacker oder Nägel
  • Ggf. Wasserwaage


Schritt 1: Geeignetes Behältnis auswählen

Zuerst wählen Sie das gewünschte Teichbecken für Ihren Miniteich aus. Das kann je nach persönlicher Vorliebe eine Zinnwanne, ein Weinfass, ein anderes Fass oder ein geeigneter Korb sein. Das Gefäß für den Teich sollte mindestens 30 Zentimeter tief sein, damit Sie verschiedene Arten von Wasserpflanzen unterbringen können.


Schritt 2: Behälter vorbereiten

Je nachdem, wie wasserdicht Ihr Gefäß für den Miniteich ist, können Sie später entweder direkt Wasser einfüllen oder Sie kleiden das Behältnis vorher mit Teichfolie aus. Bei Verwendung einer Zinkwanne benötigen Sie in der Regel keine Teichfolie. Ein altes Weinfass sollten Sie vor der Benutzung als Miniteich gut reinigen – am besten mit Waschsoda. Bei Holzfässern und anderen Körben sollten Sie eine Teichfolie auslegen, damit Ihr Miniteich auf jeden Fall wasserdicht ist.

Um die Teichfolie im Inneren des Gefäßes zu befestigen, kleben Sie an der Innenseite drei Zentimeter unterhalb des Randes einen Streifen doppelseitiges Klebeband in das Behältnis. Dann legen Sie die Teichfolie aus, positionieren sie richtig und drücken sie an das Klebeband. Die entstehenden Falten in der Teichfolie ziehen Sie straff, schlagen diese um und kleben sie – ebenfalls mit doppelseitigem Klebeband – an der Teichfolie fest.

Bei Weinfässern und anderen Holzfässern sollten Sie die Folie oberhalb des Klebebands außerdem mit einem Tacker oder kurzen Nägeln fixieren, damit sie sich nicht mehr lösen kann.


Schritt 3: Standort für den Miniteich auswählen

Bevor Sie den Miniteich nun mit Wasser befüllen, platzieren Sie das Behältnis an seinem zukünftigen Standort im Garten, auf der Terrasse oder auf dem Balkon. Dann müssen Sie nicht das schwere Gewicht des fertigen Teiches noch bewegen.

Wählen Sie für Ihren Miniteich am besten einen halbschattigen Platz aus. Im Halbschatten erwärmt sich das Wasser im kleinen Teich nicht so schnell wie an einem sonnigen Standort. So verhindern Sie schnelles Algenwachstum, denn Algen lieben die Sonne. Um Algen vorzubeugen, sollten Sie außerdem Unterwasserpflanzen wie Wasserfeder oder Froschbiss einsetzen.

Außerdem sollte der Standort Ihres Miniteichs möglichst geschützt und windarm sein. Achten Sie dennoch darauf, dass möglichst nicht zu viele Bäume in unmittelbarer Nähe des Teichs stehen. Denn sonst können leicht viele Blätter, kleine Äste, Vogelkot und Insekten ins Teichwasser fallen, die Nährstoffe in den Teich einbringen. Mit einem Überschuss an Nährstoffen kann der Miniteich schnell überfordert sein – es kommt unter anderem zu vermehrtem Algenwachstum und Ihre Pflanzen können leiden.

Wenn Sie Ihren Teich nicht in einem dekorativen Weinfass oberirdisch platzieren möchten, sondern lieber einen ebenerdigen Miniteich anlegen wollen, heben Sie jetzt die Grube für das Becken aus. Dann passen Sie das Behältnis in die Grube ein, richten es mit der Wasserwaage zu allen Seiten waagerecht aus und füllen die Grube rund um das Becken mit Erde, um das Becken zu fixieren. Anschließend können Sie den Miniteich befüllen.


Schritt 4: Miniteich befüllen

Da jede Wasserpflanze ihren eigenen Anspruch an die Wasserhöhe hat, sollten Sie in Ihrem Miniteich zunächst verschiedene Wasserstufen für die Pflanzen anlegen. Passende Wasserpflanzen für verschiedene Stufen sind beispielsweise:

  • Bis zu 5 cm Wassertiefe: Sumpfdotterblume, einige Iris-Arten und Pfennigkraut
  • 5 bis 10 cm Wassertiefe: Drachenwurz, einige Seggen-Arten und Wasserminze
  • Zwischen 10 und 30 cm Wassertiefe: Hohes Zyperngras, herzblättriges Hechtkraut, einige Rohrkolben-Arten sowie Seerose, Schwimmpflanzen und Unterwasserpflanzen

Achten Sie auch darauf, möglichst kleine Formen von Wasserpflanzen zu nutzen, die kleinere Blüten tragen und nicht zu sehr wuchern – denn sonst sprengen die Pflanzen schnell den Rahmen des Miniteichs.

Stapeln Sie nun Backsteine in den jeweils benötigten Höhen auf – auf diese Steine stellen Sie später die Pflanzkörbe. Am Boden des Gefäßes ergeben sich Zwischenräume zwischen den Backsteinen. Diese füllen Sie mit Kies auf.


Schritt 5: Teich bepflanzen

Die Teichpflanzen platzieren Sie nun in Pflanzkörben, die Sie dann in den Miniteich einsetzen. Zunächst legen Sie die Pflanzkörbe mit Vlies aus, damit die Teicherde nicht ausgespült wird. Füllen Sie dann eine Schicht gewaschenen Kies in die Pflanzkörbe, waschen Sie die Wurzeln der Wasserpflanzen gründlich ab und setzen Sie die Pflanzen auf den Kies in den Körben. Dann füllen Sie die Körbe mit Teicherde auf und decken die Erde ebenfalls mit Kies ab. Die fertig bepflanzten Körbe platzieren Sie nun auf den jeweiligen Wasserstufen im Teich.


Schritt 6: Dekoration

Jetzt können Sie Ihren Miniteich mit Wasser auffüllen und mit weiteren Schwimmpflanzen, Wasserspielen oder anderem Dekomaterial dekorieren. Sprudelnde Wasserspiele zum Beispiel sind nicht nur hübsch anzusehen, sondern versorgen den Miniteich dank der Wasserbewegungen auch mit Sauerstoff. Wenn Sie ein Wasserspiel installieren möchten, sollten Sie im Gartenteich allerdings auf die Seerose verzichten, da die Blätter dieser Pflanze an der Wasseroberfläche schwimmen und keine stärkeren Wasserbewegungen vertragen.


Schritt 7: Wasser nachfüllen

Mit der Zeit wird wahrscheinlich etwas Wasser in Ihrem Miniteich verdunsten, sodass Sie gelegentlich Wasser nachfüllen müssen, damit Ihre Wasserpflanzen gedeihen. Zum Nachfüllen eignet sich Regenwasser am besten. Wenn Sie stattdessen Leitungswasser verwenden möchten, lassen Sie dies am besten ein bis zwei Tage neben dem Miniteich stehen. So kann das Leitungswasser die gleiche Temperatur wie der Teich annehmen und Sie vermeiden Temperaturschwankungen im Miniteich.


Schritt 8: Tiere für den Miniteich

Wassertiere, speziell Fische, sollten Sie nur unter bestimmten Bedingungen im Miniteich ansiedeln. Wenn Sie sich im Bereich Aquaristik gut auskennen und wissen, welche Temperaturen und Wasserqualitäten der jeweilige Fisch benötigt, können Sie problemlos Fische in Ihren Miniteich setzen.

Kennen Sie sich nicht gut aus, ist von Fischen im Miniteich abzuraten. Ein Grund ist, dass nicht alle Fische sich in einem Miniteich wohlfühlen. Darüber hinaus bedeuten Fische einen zusätzlichen Nährstoffeintrag für Ihren kleinen Biotop, was zu vermehrtem Algenwachstum und trübem Wasser führen kann – gegebenenfalls leiden dann auch Ihre Pflanzen.

Problemlos im Miniteich halten können Sie dagegen heimische Wasserschnecken. Sie dienen auch als Algenfresser. Wenn viele Algen vorhanden sind, vermehren sich die Wasserschnecken allerdings rasant, sodass es zur Plage kommen kann. Finden die Schnecken dagegen zu wenig Futter, kann es mitunter passieren, dass die Tiere sich an Ihren Pflanzen bedienen. So oder so will es gut überlegt sein, ob sich Tiere für den eigenen Miniteich eignen oder Sie sich lieber am Wasser und den Pflanzen erfreuen.