Beschäftigung für Katzen

Beschäftigung für die Katze

Seine Katze mit Katzenspielzeug und Zuwendung zu beschäftigen, ist genauso wichtig wie die Grundversorgung mit Futter und frischem Wasser. Durch Spielen und andere Beschäftigungen kann Ihre Katze Stress abbauen, ihre Fähigkeiten trainieren und sie bleibt fit sowie beweglich. Außerdem dienen verschiedene Beschäftigungsmöglichkeiten auch der Unterhaltung, was besonders bei Wohnungskatzen wichtig ist. Wenn Sie sich regelmäßig mit Ihrer Mieze beschäftigen, stärkt das außerdem die Bindung zwischen Ihnen und dem Tier. Erfahren Sie hier, wie Sie Ihren Stubentiger gut beschäftigen können und worauf Sie dabei achten sollten.


Inhalt:

Beschäftigung für Wohnungskatzen

Beschäftigung für Kitten

Beschäftigung mit Katzen-Agility

Beschäftigung: Der Katze Tricks beibringen

Spiel und Spaß für zufriedene Katzen



Beschäftigung für Wohnungskatzen

Wenn Sie einen reinen Stubentiger haben, benötigt dieser besonders viel Aufmerksamkeit und Beschäftigung, denn sein Revier ist auf die Wohnung oder das Haus begrenzt. Es ist deshalb wichtig für die Gesundheit der Katze, dass sie innerhalb der Wohnung ausreichend Bewegung bekommt.

Damit Ihre Wohnungskatze genauso zufrieden wie ein Freigänger ist, sollten Sie ihr viel Abwechslung bieten: Kratzbäume und Klettermöbel befriedigen das Kletterbedürfnis der meisten Katzen. Bei Spielzeugen sollte Sie sowohl einfache Geräte anbieten, mit denen die Mieze sich selbst beschäftigen kann, als auch Actionspielzeuge wie Katzenangeln. Hier kann die Katze ihrer Beute nachjagen und tobt sich beim gemeinsamen Spiel mit Ihnen ordentlich aus.

Wichtig für die geistige Fitness sind auch Intelligenzspielzeuge, bei denen der Stubentiger meist eine Strategie finden muss, um an Leckerlis in Hohlräumen und Labyrinthen heranzukommen.

Achten Sie darauf, dass Ihre Katze kein Überangebot an Beschäftigungsspielzeug hat. Optimal ist es, wenn immer nur ein bis zwei Spielzeuge zeitgleich zur Verfügung stehen – andernfalls kann die Katze mit Frustration reagieren. Und Spielzeug, das jederzeit zur Verfügung steht, kann natürlich auch schnell langweilig werden.

Mehr zu Spielzeugen für Katzen erfahren Sie in unserem Ratgeber.



Beschäftigung für Kitten

Katzenbabys wachsen gerne mit weiteren Artgenossen auf – idealerweise mit Geschwistern aus demselben Wurf. Aber egal, ob Sie ein Kitten oder mehrere Katzenkinder zuhause halten: Es gehört zu Ihren Aufgaben, die Tiere anregend zu beschäftigen und damit ihre Fähigkeiten zu fördern sowie zur Ausbildung eines ausgeglichenen Charakters beizutragen. Kitten sind in der Regel sehr aktiv und wollen ständig beschäftigt werden, damit bloß keine Langeweile aufkommt. Da bleibt es nicht aus, dass sich das Jungtier zumindest mal für ein paar Stunden selbst beschäftigen muss. Mit passenden Beschäftigungsspielzeugen und Klettermöglichkeiten bieten Sie Ihren Kitten verschiedene Anreize:

  • Kratzbaum: Kratzmöbel bieten den kleinen Katzen optimale Möglichkeiten, um ihre Motorik zu entwickeln. Die Miezen schärfen daran ihre Krallen, üben das Klettern und haben gleichzeitig einen Schlafplatz mit guter Aussicht. Achten Sie darauf, dass der Kratzbaum für Babykatzen nicht zu hoch ist, damit sich die Kätzchen im Falle eines Absturzes nicht verletzen.
  • Beißspielzeuge: Etwa ab dem dritten Lebensmonat findet bei Babykatzen der Zahnwechsel statt. Um sich das Zahnen angenehmer zu machen, beißt das Kitten jetzt mit Vorliebe auf Dingen herum. Bieten Sie deshalb in dieser Zeit ausreichend Beißspielzeuge an – andernfalls sucht sich die Katze Ersatzobjekte wie Schuhe und Möbel.
  • Intelligenzspielzeuge: Auch kleine Katzen mögen es meist, Aufgaben lösen zu müssen, um an Belohnungen heranzukommen. Für den Anfang eignen sich Futterbälle, aus denen Leckerlis herausfallen, wenn sie auf dem Boden umhergekullert werden.
  • Haushaltsgegenstände: Besonders für Kitten, aber auch für viele ältere Katzen sind Haushaltsgegenstände wie Kartons und Papiertüten beliebte Spielzeuge. Hier können Sie Ihren Ideen freien Lauf lassen – achten Sie aber darauf, dass für die Katzen keine Gefahr beim Spielen besteht.
  • Format und Stabilität: Wenn Sie Ihrem jungen Stubentiger Spielzeuge anbieten, achten Sie darauf, dass diese nicht zu klein sind – nicht, dass das Kitten beim Spielen aus Versehen etwas verschluckt. Das Beschäftigungsspielzeug sollte außerdem ausreichend stabil sein, sodass die Katze es nicht selbstständig zerlegen kann. Denn auch hier besteht die Gefahr, Kleinteile zu verschlucken.
  • Sicherheit: Damit Ihrem Kitten nichts passiert, lassen Sie es nicht unbeaufsichtigt mit Spielzeugen spielen, die mit Schnüren oder Draht versehen sind. Andernfalls besteht die Gefahr, dass die Katze sich darin einwickelt, verletzt, stranguliert oder das Band auffrisst. Das gilt auch für Alltagsgegenstände wie Wollknäuel oder frei zugängliche Kabel.


Beschäftigung mit Katzen-Agility

Für sportlich-aufgeweckte Katzen kann ein Agility-Parcours eine reizvolle Beschäftigung sein. Beim Agility für Katzen geht es darum, gegen die Uhr einen Parcours mit verschiedenen Übungen zu bewältigen. Das kann Slalomlaufen, Hürden überwinden und durch Tunnel kriechen beinhalten. Agility ist für Katzen ein optimales Trainingsprogramm und zugleich eine Beschäftigungsmöglichkeit, welche die Intelligenz und Geschicklichkeit fördert.

Wenn Sie einen Agility-Parcours mit Ihrer Katze ausprobieren möchten, achten Sie darauf, dass Ihre Samtpfote gesund ist und der Parcours an Alter und Trainingszustand der Katze angepasst ist. Als Motivation zur Absolvierung des Parcours dienen Leckerlis – wobei auch eine gewisse Kooperationsbereitschaft seitens der Mieze wichtig ist.

Das vorrangige Ziel der Übungen sollte immer sein, dass Katze und Halter Spaß an der Sache haben. Das perfekte Absolvieren des Parcours ist dabei eher nebensächlich.

Folgende Übungen können Sie beispielsweise in einen Agility-Parcours aufnehmen:

  • Hindernisse überspringen
  • Über Stege laufen
  • Durch Reifen springen
  • Slalom
  • Wippen überwinden
  • Unter Hindernissen hindurchkriechen
  • Tunnel durchqueren
  • Sprints bei freier Strecke


Beschäftigung: Der Katze Tricks beibringen

Viele Stubentiger lieben es, geistig gefordert zu werden. Indem Sie Ihrer Katze Tricks beibringen, sorgen Sie für geistige Herausforderungen, bieten Abwechslung im Alltag und können sich selbst am Ergebnis erfreuen. Allerdings haben nicht alle Katzen Lust auf diese Art Beschäftigung – seien Sie also nicht enttäuscht, wenn Ihre Mieze sich abwendet, statt mitzumachen. Interagiert die Katze allerdings gern mit Ihnen, können Sie das Training als anregendes Spiel inszenieren.

Die Tricks, die Sie Ihrer Katze beibringen möchten, sollten artgerecht sein und den normalen Bewegungsabläufen des Tiers entsprechen. Folgende Tricks können Sie beispielsweise trainieren:

  • Pfötchen geben: Die Katze legt ihre Pfote in die ausgestreckte Hand des Menschen.
  • High Five: Die Pfote drückt gegen die senkrecht gehaltene Handinnenfläche des Menschen.
  • Männchen machen: Die Katze setzt sich hin und hebt beide Vorderpfoten in die Luft.
  • Bodenrolle: Die Mieze rollt sich auf dem Boden von einer Seite auf die andere.
  • Sitz/bei Fuß: Die Katze setzt sich auf Kommando hin oder läuft neben dem Menschen her.
  • Slalom: Die Samtpfote umkreist Hindernisse, etwa die Füße des Menschen, in einer Schlangenlinie.
  • Pfoten über Kreuz: Die liegende Katze legt die Vorderpfoten gekreuzt übereinander.
  • Totstellen: Auf Zuruf legt der Stubentiger sich hin und bleibt einen Moment bewegungslos.
  • Rückwärts: Das Tier läuft ein Stück rückwärts.
  • Drehen: Die Katze dreht sich mit den Vorderpfoten einmal um sich selbst, während die Hinterpfoten auf der Stelle bleiben.
Wie Sie Ihrer Katze Tricks beibringen? Grundsätzlich setzen Sie die Mieze eingangs in die gewünschte Position oder dirigieren sie mit einem Leckerli dahin. Dann wiederholen Sie die Übung, bis sie von der Katze selbstständig ausgeführt wird. Beim Pfötchengeben zum Beispiel nehmen Sie die Katzenpfote in Ihre Hand – hier gibt es jetzt ein Leckerli. Wiederholen Sie den Vorgang, bis das Tier verstanden hat, dass Pfote-in-Hand belohnt wird. Ist das Kommando verinnerlicht, wird die Katze – wenn sie denn möchte – ihre Pfote von allein in Ihre Hand legen.

Achten Sie beim Training darauf, Ihr Tier nicht zu überfordern: Sobald die Katze das Interesse verliert, sollten Sie das Training beenden. Die Kooperation muss stets freiwillig sein, damit Ihre Katze Spaß und eine sinnvolle Beschäftigung hat.


Spiel und Spaß für zufriedene Katzen

Mit den verschiedenen Beschäftigungsmöglichkeiten bieten Sie Ihrer Katze einen spannenden, abwechslungsreichen Alltag. Denken Sie daran, Varianz ins Spiel zu bringen, damit keine Langeweile aufkommt: Verwenden Sie Intelligenzspielzeuge, einfach Spielzeuge zur Selbstbeschäftigung und Spiele, bei denen Sie mit der Katze interagieren, im Wechsel – so bleibt der Reiz des Neuen erhalten. Passen Sie die Katzenspielzeuge auch an die Vorlieben Ihrer Samtpfote an, um die Aufmerksamkeit des Tiers aufrechtzuerhalten. Sie werden nach und nach herausfinden, was die Lieblingsspielzeuge Ihrer Mieze sind. So verhelfen Sie Ihrer Katze zu Entspannung sowie Zufriedenheit und sorgen für geistige sowie körperliche Auslastung.