Sonneneinstrahlung Unterwasser

Das Aquarium richtig beleuchten

Licht ist ein wichtiger Bestandteil des Lebens – auf der Erde ebenso wie unter Wasser. Ein beleuchtetes Aquarium sieht nicht nur schön aus, die Lichtquelle hilft den Wasserbewohnern auch dabei, zu wachsen und sich wohlzufühlen. Erhalten Ihre Wasserpflanzen genügend Licht, können Sie Photosynthese betreiben. Für Ihr kleines Biotop hat der Stoffwechsel Ihrer Pflanzen einen weiteren Effekt: Er filtert das Kohlendioxid aus dem Wasser. So erhalten Ihre Fische und weiteren Aquarienbewohner eine gute Wasserqualität und damit einen angenehmen Lebensraum, in dem sie sich fröhlich tummeln können. Doch worauf sollten Sie achten, wenn Sie das Aquarium für Ihre Tier- und Pflanzenwelt optimal beleuchten möchten? Erfahren Sie es hier.


Inhalt:

Die Wahl der Lichtstärke

Welche Lichtfarbe brauche ich für mein Aquarium

Die Auswahl der Leuchtmittel

Die richtige Beleuchtungsdauer

Aquarienbeleuchtung: Checkliste

Aquaristik für Anfänger - die optimale Ausstattung



Die Wahl der Lichtstärke

Bei der Beleuchtung Ihres Aquariums sollten Sie unbedingt auf die richtige Lichtstärke achten. Denn zu viel Helligkeit fördert das Wachstum von Algen im Wasser – zu wenig Helligkeit dagegen hemmt das Wachstum der Pflanzen und wirkt sich negativ auf alle Bewohner des Aquariums aus.

Als Faustregel gilt, dass pro Liter Wasser 30 bis 50 Lumen vorhanden sein sollten. Im Fachhandel finden Sie Lichtquellen mit unterschiedlicher Lichtstärke vor, sodass Sie die Beleuchtungsintensität an die Größe Ihres Aquariums anpassen können. Die Stärke der Beleuchtung wird in Watt angegeben. Da je nach Leuchtmittel bei unterschiedlicher Watt-Leistung auch unterschiedlich viel Lumen ausgestrahlt wird, sollten Sie bei jedem Leuchtmittel individuell auf die Lumen-Angabe achten.

Welche Intensität der Beleuchtung für Ihr Aquarium infrage kommen, hängt von den individuellen Merkmalen Ihres Wasserbeckens ab. Die passenden Lichtverhältnisse richten sich unter anderem nach:

  • der Größe des Aquariums
  • der Bepflanzung
  • den Fischen und weiteren Aquariumsbewohnern

Welche Lichtfarbe brauche ich für mein Aquarium?

Als Lichtfarbe beziehungsweise Farbtemperatur eignet sich Tageslichtweiß am besten für Aquarien. Diese Farbtemperatur ähnelt dem natürlichen Sonnenlicht und besitzt die beste Mischung aus roten und blauen Wellenlängen im Licht. Beide werden für ausgewogenes Pflanzenwachstum und die Vermeidung von Algen benötigt. Das vorhandene blaue Licht dringt tief ins Wasser ein und kann so auch den Aquarienboden beleuchten.

Die Lichtfarbe oder Farbtemperatur wird in der Einheit Kelvin angegeben. Für tageslichtweiße Beleuchtung im Aquarium eignen sich Lichtquellen mit 6.500 bis 8.000 Kelvin am besten.


Die Auswahl der Leuchtmittel

Haben Sie sich für die passende Lichtstärke entschieden, stehen Ihnen unterschiedliche Leuchtmittel zur Verfügung:

  • LED-Lampen: Diese Lampen zeichnen sich durch ihre Haltbarkeit aus, sind leicht zu händeln und unkompliziert zu entsorgen. LED-Lampen setzen sich bei der Beleuchtung von Aquarien immer mehr durch.

  • Leuchtstoffröhren: Sie waren früher Standard bei der Beleuchtung von Aquarien, werden aber zunehmend von LED-Lampen abgelöst. Bei einer Leuchtstoffröhre handelt es sich um ein Glasrohr mit darin befindlichem Leuchtgas. Viele Freunde der Aquaristik greifen zu Leuchtstoffröhren, da sie verhältnismäßig preisgünstig und einfach zu betreiben sind – allerdings besitzen sie auch einen gewissen Anteil an Quecksilber. Beleuchten Sie also Ihr Aquarium mit einer Leuchtstoffröhre, sollten Sie diese nicht direkt über dem Wasser befestigen. Besser ist es, Sie sichern die Leuchtstoffröhre mit einer kleinen Glasscheibe ab.

  • Halogenlampen: Halogenlampen haben in der Aquaristik ein begrenztes Einsatzgebiet – sie dienen dazu, in einem tiefen Becken optische Akzente zu setzen.

  • HQI-Brenner: Diese Brenner gehören in die Hände von Aquaristik-Profis. Der Grund: Sie sind noch heller als Halogenlampen und eignen sich daher erst für Wassertiefen ab einem halben Meter. HQI-Brenner arbeiten darüber hinaus mit Quecksilberdampf – das bedeutet, beleuchten Sie Ihr Aquarium mit HQI-Brennern, sind spezielle Schutzmaßnahmen erforderlich.


Die richtige Beleuchtungsdauer

Damit sich Tiere und Pflanzen wohlfühlen, ist sowohl die Einrichtung als auch die Einstellung Ihrer technischen Geräte entscheidend. Seien Sie sich bewusst darüber, dass Sie in Ihrem Aquarium die Natur simulieren. Dafür benötigen Sie vor allem ausgeglichene Tages- und Nachtzeiten, um den Lichtbedarf der Bewohner im Aquarium zu decken, aber nicht überzustrapazieren. Das Licht sollte somit für mindestens sechs, im Idealfall aber acht bis zehn Stunden täglich brennen. Pflanzen benötigen eine Beleuchtungsdauer von mindestens sechs Stunden pro Tag, um Photosynthese zu betreiben. Achten Sie aber auch darauf, die Beleuchtungsdauer von zwölf Stunden pro Tag nicht zu überschreiten.

Haben Sie ein Süßwasseraquarium, können Sie auch eine Mittagspause von bis zu vier Stunden integrieren – zum Beispiel, wenn Sie Ihr Aquarium abends gerne länger beleuchtet sehen möchten. Diese Pause ist bei Meerwasseraquarien allerdings nicht ratsam.

Achten Sie auch auf eine regelmäßige Beleuchtung des Aquariums – die Beleuchtung sollte möglichst immer zur gleichen Tageszeit eingeschaltet sein. Sowohl dafür als auch für eine eventuell eingeplante Mittagspause bei der Beleuchtung können Sie gut eine Zeitschaltuhr zur Hilfe nehmen.


Aquarienbeleuchtung: Checkliste

Wenn Sie die Beleuchtung für Ihr Aquarium kaufen möchten, achten Sie auf Folgendes:

  • LED-Röhren bieten eine effiziente Beleuchtung
  • 30-50 Lumen pro Liter Wasser
  • Das Licht sollte tageslichtweiß sein (6.500-8.000 K)
  • Die ideale Beleuchtungsdauer pro Tag beträgt 8 bis 10 Stunden


Aquaristik für Anfänger – die optimale Ausstattung!

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